Web 2.0: Amateure vs. Profis?

Das das Web 2.0 ein höheres Maß an Partizipation ermöglicht, als jedes andere Medium bisher, scheint außer Frage zu stehen. Offen ist aber, wie immer, ob die neue Form des Social Web und das Netz der Blogs eine Berichterstattung durch traditionelle Medien völlig ablösen kann. Auf der re:publica wird dieser Tage ja unter anderem der Tod des "Print" behauptet. Um das entsprechend zu fundieren, füllen die Spreeblick-Macher 1000 Seiten mit ausgewählten Blogbeiträgen.

Aber zeigt dies nicht primär, dass ein Netzwerk aus Millionen von Blogger mehr Content produzieren können, als die traditionellen Medien? Über die Qualität der Berichterstattung ist hier doch erstmal vordergründig gar nichts ausgesagt...

Dabei gibt es natürlich Blogs, deren Fachkenntnis kaum durch eine fundierte Recherche erreicht werden kann. Nicht zuletzt sind die Schreibenden selber Experten Ihres Fachs. Aber solche Beiträge sind natürlich auch immer Ausdruck einer Subjektivität des Einzelnen. Glücklicherweise liegt diese Prädisposition für den Leser dem Blog als Medium ja bereits irgendwie inne.

Aber das Web 2.0 kann noch mehr, z.B. Filme hervorbringen. Wie zum Beispiel den Film "Loose Change". Eine Dokumentation über die Ereignisse am 11. September 2001, die selber von sich behauptet:

Loose Change - A documentary that exposes the truth about what really happened on 9-11.


Die beiden Macher der Dokumentation, die ich selber für höchst heikel halte, habe sich kürzlich in der amerikanischen Talkshow "Democracy Now!" der Diskussion mit zwei Journalisten gestellt, die in ihrem Buch die Funktionsweise von Verschwörungstheorie darlegen und die populärsten 9/11 Theorien widerlegen wollen. Die Artikel sind ebenfalls nachzulesen auf Popular Mechanic und nennt sich Debunking the 9/11 Myths. Noch dramatischer stellt sich aber die Aufzeichnung des Sendung dar, in der die beiden Macher mit den Journalisten diskutieren. Man kriegt einen leichten Wind in die Nase, was Journalismus tatsächlich bedeutet. Zumindest einer der beiden "Loose Change"-Macher pöbelt sich in die Disqualifikation.

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    In der Geschichte von Microsofts Betriebssystemen gab es schon einmal den Fall, dass man ein unpassend geratenes System durch die 2nd-Edition des Vorgängers ersetzte "Windows ME". Vielleicht sollte man das auch mit Vista machen...
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    Nach dem der AK Vorratsdatenspeicherung nicht nur das Gesetz angegriffen hat, sondern auch dessen Durchführung per Eilantrag stoppen wollte, kann die Herausgabe nur bei schweren Straftaten bereits als Erfolg gewertet werden.

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