Webmontag Paderborn: Die volle Wahrheit

27.03.2007 4 Comments
Trackback-URL

Die Crowd beim WebmontagEs sind die frühen Stunden des 27ten März und somit quasi schon der Tag danach! Der Tag nach einem in meinen Augen durchaus erfolgreichen ersten Webmontag in Paderborn mit vielen interessanten Eindrücken, netten Teilnehmern und dem Potenzial zur Verbesserung. 

Aber vorneweg der visuelle Eindruck, natürlich vertreten bei Flickr. Das während der Einführung vorgeschlagene Tagging der Bilder, verrichtet seinen Dienst vorzüglich. Der Webmontag war aber auch inhaltlich ein Gassenhauer. Der im Vorfeld vermutete Fokus für die Entwicklungsthemen blieb doch nur ansatzweise sichtbar und wurde durch die anderen Themengebiete zu einem halbwegs stimmigen Ganzen zusammengesetzt.

Der Montag im Überblick

Nachdem ich der tötesten Überzeugung war, dass mein Mac problemlos an dem Beamer im Montagsraum funktionieren würde (gerade weil es schonmal funktioniert hat), musste ich mich eines Besseren belehren lassen. Das Ganze hatte mal funktioniert, wurde aber anscheinend durch die aktuelle Installation von Parallels zur Inkompatibilität getrieben. Hätte ich den Beamer zu Hause, ich würde der Sache nachgehen. Naja, wenigstens wusste Joerg-Olaf Bescheid, so dass man nicht zu lange probieren musste.

Die Vorträge sind danach dann doch aber Kerngeschäft des Webmontag, und deshalb hier ein paar Worte zum Thema:

"Web 2.0 / Enterprise 2.0" von Matthew Langham
Einen Einstieg, der nicht passender hätte sein können, fand der Webmontag PB mit dem Vortrag von Matthew Langham. Zum Thema Geschichte und Entwicklung des Web 2.0 durfte man einem fast schon Steve Jobesken Vortag lauschen, der den aktuellen Stand und die Entwicklung des Webs passend zusammenfasste. Leider entschieden wir uns erst nach StandUp Nummer 2 eine Diskussionsrunde unmittelbar im Anschluss einzuführen. Hat mir sehr gut gefallen, ich bin gespannt auf das nächste Mal. Im Wiki ist ja noch ein Thema in der Pipeline.

"Alterpolis" von Daniel Hartmann
Hier stellte Daniel Hartmann seine Eigenentwicklung Alterpolis vor, die Idee eines neuen Social Networking-Portals in dem es Abtufungen für den Freundschaftsgrad zu bestimmten Personen geben soll. Ein vielleicht nicht ganz unproblematisches Thema. Der ganze Vortrag ist leider etwas mehr passiert, als gehalten worden. Deshalb gab die Diskussion im Nachhinein leider auch nicht ganz soviel her. Das soll natürlich nicht davon abschrecken, auch in Zukunft eigene Projektideen und Webseiten auf dem Webmontag vorzustellen.

Warum Content Management mit Seiten böse ist
War dann mein eigener Beitrag zum Webmontag, desssen Bewertung ist der Nachwelt überlassen werde. Es sei nur erwähnt, dass ich meine und alle anderen Folien hier zur Verfügung stehen. Sonst noch kurz eine kleine Liste von Links zu den erwähnten Frameworks:

"Elektronische Rechnungsstellung und Signaturen" von Carola Sieling
Mit Carola Sielings Vortrag wechselte der Montag dann ein wenig die Richtung hin zu weniger technischen Themen. Der üblicherweise hohe Anteil an Selbstständigen im Bereich IT konnte sich hier zum Thema Versand von digitalen Rechnungen und eben deren digitale Signierung sensibilisieren lassen. Nicht nur ein spannender Vortrag, aus dem ich mir persönlich auch einige Dinge aufs Brot schmieren werde, sondern auch eine spannende Diskussion danach, obwohl das Problem "Rechnungen unterschrieben oder nicht", erst beim Bierchen geklärt werden konnte.

"Ruby on Rails" von Dirk Meister und Frederik Eichler
Im darauffolgenden Vortrag konnte man sich in eine Buzzword-Technologie einführen lassen. Frederik Eichler und Dirk Meister stellten RoR kurz aber fundiert vor. Direkt zu programmieren anfangen könnte man nun zwar nicht, aber für eine anschließende philosophische Diskussion zum Thema "To Java or not to be" reichte es alle mal. Die konnten wir dann kurz vorm Ausarten stoppen und haben sogar die Perl und Cobol-Nostalgiker noch glücklich gemacht.

"Die Jabber World Domination Tour" von Matthias Grawinkel
Seinen ideologischen Höhepunkt erlebte der Webmontag dann im letzten Vortrag von Matthias Grawinkel. Die anwesende Instant-Messanger Gemeinde wollte von Jabber/XMPP überzeugt werden. Das Ganze mit interessanten und fundierten Kenntnissen zur Funktionsweise von Jabber und möglichen Anwendungsgebieten. Hier und da ein wenig nerdig, aber dennoch konnte der gemeine ICQ-User den Duft der Freiheit schnuppern....ich hab aber immer noch nicht verstanden, was ich für nen Account tun muss.

Der anschließende gemeinsame Kneipenbesuch war für meinen Geschmack leider etwas kurz und damit ist man dann auch schon bei den Dingen, die man so lernen konnte fürs nächste Mal: 4 Vorträge mit Diskussion sollten wohl genügen. Dann sind vielleicht auch nicht so viele Leute versucht zwischendurch das Weite zu suchen. Aber auch Moderation dürfte wichtiger sein: Philosophische Diskussionen zum Thema Lieblingsprogrammiersprache muss einfach jemand nach 5 Minuten beenden, und wie gesagt dem Socialising muss auch noch etwas mehr Zeit eingeräumt werden, die Menschen, die da sah in den Paderborner Abend gepilgert kamen, stehen doch immer noch im Mittelpunkt des Webmontags.

Ich bin gespannt auf Ausgabe 2 dieser formidablen Veranstaltung, die es mit Sicherheit geben wird, allein schon deshalb, weil sie von vielen Teilnehmern bereits gestern nachgefragt wurde. Die Idee ist erstmal unser Wiki wieder mit neuen Themen zu füllen, um dann in rund 2 Monaten wieder in trauter Runde zusammen zu kommen. Da der Webmontag aber weiterhin eine Community-Veranstaltung bleibt, darf sich hier aber natürlich gerne jeder einbringen.

Trackbacks

Comments

Add a comment

Give your name to us, stranger!

This field is just for spam-detection!

Is the url written correctly?

Your opinion is still missing!

Sending comment
Sending comment